Das ist meine Geschichte
Wer war ich, bevor ich Mama wurde?
Hi, ich bin Mia. Hätte man mir vor zwei Jahren gesagt, dass ich 2026 Mama werde, hätte ich laut gelacht. Nicht weil ich keine Kinder wollte, es war einfach noch nicht in Planung.
Ich war 23, frisch verheiratet und stand kurz vor dem Abschluss meines Kommunikationswissenschafts-Studiums.
Mein Kopf war voller Pläne: Reisen, ein eigenes Buch schreiben, meinen riesigen Stapel ungelesener Bücher abbauen und einen seriösen Job finden. Ich war schon immer kreativ und liebte es, mich vom Häkeln bis zum Backen in neuen Hobbys zu verlieren.
Dann hielt ich diesen positiven Test in der Hand und all das schien sich in Luft aufzulösen. Ich war absolut nicht bereit, mein altes Leben aufzugeben.
Wie geht es jetzt weiter?
Werde ich die nächsten Monate nur kotzen?
Wie wechselt man überhaupt eine Windel?
Plötzlich stand ich mittendrin in Themen, mit denen ich mich vorher nie befasst habe.
Doch die anfängliche Panik legte sich langsam. Spätestens beim ersten Frauenarzttermin, als ich seinen kleinen Herzschlag hören durfte, verwandelte sich die Überforderung in riesige Vorfreude. Ab da konnte ich es kaum abwarten, ihn endlich kennenzulernen.
Meine Schwangerschaft
Kaum wusste ich von der Schwangerschaft, gingen die Probleme auch schon los.
Ganz klassisch startete die Reise mit der allzu bekannten Übelkeit: Im gesamten ersten Trimester musste ich mich täglich übergeben, oft nicht nur morgens. Mein Appetit war komplett verschwunden und ich konnte bestimmte Dinge, wie den Geruch meiner eigenen Küche, einfach nicht mehr ertragen.
Als das endlich besser wurde, wartete schon die nächste Hürde.
Ab diesem Punkt wurde mir klar: Eine Schwangerschaft besteht aus so viel mehr als nur Übelkeit.
Es spricht nur niemand laut darüber.
Wegen eines starken Eisenmangels bin ich mehrfach in der Öffentlichkeit umgekippt. Dazu kamen schon sehr früh vorzeitige Wehen aufgrund eines verkürzten Gebärmutterhalses, weshalb ich wegen drohender Frühgeburt mit Wehenhemmer stationär ins Krankenhaus musste.
Es war eine extrem holprige Zeit und ich wollte oft einfach nur, dass es endlich vorbeigeht.
Meine Geburt verlief hingegen völlig ohne Komplikationen. Rückblickend kann ich sogar sagen, dass sie der „einfachste“ Teil der ganzen Reise war. Mehr dazu findest du in meinem Geburtsbericht.
Warum der Name "Mama zwischen den Zeilen"?
Als mein Sohn auf die Welt kam, fiel endlich alle Anspannung von mir ab. Nichts konnte mit dem Gefühl mithalten, ihn endlich in den Armen zu tragen.
Wir haben es geschafft, dachte ich.
Doch schon am nächsten Tag im Krankenhaus wartete die nächste, noch größere Herausforderung auf mich: das Stillen. Während die Tage immer härter wurden, trafen ununterbrochen neue Glückwünsche ein.
Es ist alles so wunderschön, antwortete ich jedes Mal auf die Frage, wie wir uns als frisch gebackene Eltern fühlen.
Was ich niemandem erzählte: Ich durchlief gerade die schwierigste Phase meines Lebens und das Wochenbett hatte rein gar nichts mit dem Bild zu tun, das ich mir immer ausgemalt hatte.
Genau aus dieser Erfahrung heraus entstand der Name und dieser Blog. Heute bin ich endlich an einem Punkt angekommen, an dem ich mich in meiner Rolle als Mama wieder stark fühle. Deshalb möchte ich meine Reise teilen und über die Themen sprechen, die sonst gerne totgeschwiegen werden. Ich möchte genau die Tipps weitergeben, die mir damals geholfen haben, um andere Mamas in der gleichen Situation den Rücken zu stärken.
Dieser Blog ist für jede Mama, die bei jedem schnellen „Mir geht’s super“ insgeheim darauf wartet, dass endlich jemand zwischen den Zeilen liest.
Disclaimer
Ich teile hier ausschließlich meine persönliche Erfahrung. Das Aufschreiben meiner Gedanken war und ist mein Ventil. Dieser Blog ist für alle Mütter, die gerade das Gleiche durchmachen und glauben, sie seien völlig allein in ihrem Gefühlschaos. Ich möchte Transparenz schaffen und über die Dinge sprechen, die ich vorher gerne selbst gewusst hätte.
Ich spreche hier nicht von „Regretting Motherhood“, ich bereue es keine Sekunde, Mama geworden zu sein. Man hört so oft diesen Spruch, dass es ein ganzes Dorf braucht, um ein Kind großzuziehen. Wie wahr das ist, begreift man leider erst, wenn man tagelang mit seinem Baby allein zu Hause sitzt und einfach mitweint.
Jeder Weg durch die Mutterschaft ist individuell, aber das hier ist meiner und den möchte ich mit dir teilen.
