Positiver Schwangerschaftstest, was nun?

Herzlichen Glückwunsch! Der positive Test liegt nun in deinen Händen… und die pure Panik bricht aus? Keine Sorge, das ist völlig okay. Egal ob geplant oder nicht, jetzt laufen erst mal 1000 Gedanken gleichzeitig durch deinen Kopf.

Genau so ging es mir damals: Erste Schwangerschaft, völlig ungeplant. Ich war überhaupt nicht darauf vorbereitet, was ich jetzt zu tun hatte. Dieser Moment zieht einem erst mal komplett den Boden unter den Füßen weg. Also, tief durchatmen. Was tust du nun?

1. Darüber sprechen

Normalerweise heißt es ja, dass man zuerst einen Frauenarzttermin vereinbaren soll. Aber ich weiß, diese Neuigkeiten können so umwerfend sein, dass man sie einfach sofort teilen muss.

Und hier gleich mal ein Realitätscheck: Vergiss die perfekt inszenierten Instagram-Reels mit versteckten Kameras, Konfetti und fliegenden Ballons. Manchmal sitzt man einfach weinend oder völlig überfordert im Badezimmer und drückt seinem Partner wortlos den bepinkelten Plastikstick in die Hand. Und das ist absolut in Ordnung!

Natürlich kannst du es auch erst mal für dich behalten. Aber mir persönlich hat es extrem geholfen, den Schock und die Aufregung sofort mit jemandem zu teilen. Egal wem: deinem Partner, deiner Mutter oder deiner besten Freundin. Es gibt hier kein Richtig oder Falsch. Mach das, womit du dich wohlfühlst.

2. Bei der Frauenärztin anrufen

Okay, jetzt wird es ernst. Ein Termin bei der Frauenärztin oder dem Frauenarzt ist zwingend nötig. Es gibt zwar kaum falsch positive Tests, aber die Schwangerschaft muss erst medizinisch bestätigt werden. Also ruf an! Hast du noch keine feste Praxis? Such dir eine in deiner Nähe und frag direkt am Telefon, ob sie neue Patientinnen aufnehmen.

Wenn du anrufst, wirst du sicher gefragt, wann der erste Tag deiner letzten Periode war. Halte das Datum bereit, denn anhand dieser Angabe bekommst du deinen Termin. Übrigens: Lass dich nicht verunsichern, wenn die Person am Telefon klingt, als hättest du ihr die unspektakulärste Geschichte des Jahrhunderts erzählt. Für sie ist das Routine, ein Anruf unter vielen. Das hat nichts mit dir zu tun.

3. Die große Warterei

So hart es klingt, du kannst jetzt nicht viel tun, außer abzuwarten. Dein Termin ist meistens noch Wochen entfernt, aber es fühlt sich an wie eine Ewigkeit.

Das wichtigste von Anfang an: Geh in die nächste Apotheke und hol dir Folsäure (Schwangerschaftsvitamine). Das ist das Einzige, was dein Körper jetzt ab Tag 1 wirklich dringend als Unterstützung braucht. Das wirst du auch weiterhin über die gesamte Schwangerschaft hinweg nehmen. Später wirst du je nach Bedarf wahrscheinlich noch weiteres einnehmen müssen – bei mir waren das zum Beispiel Magnesium und Eisen. Aber mach dir da jetzt noch keinen Kopf. Was genau du brauchst, erfährst du dann immer von deiner Frauenärztin nach deinen Blutbefunden.

Achte außerdem darauf ab dem positiven Test sind Zigaretten, Alkohol und jegliche Rauschmittel tabu. Verzichte sofort auf rohen Fisch (Sushi), rohes Fleisch, rohe Eier und Rohmilchkäse.

Grafik eines roten Verbotsschilds über Zigaretten, Alkohol, rohem Fleisch, Ei und Sushi als Übersicht für Tabus ab dem positiven Schwangerschaftstest.

Und dann sind da die Symptome. Man erwartet am Anfang vielleicht ein bisschen morgendliche Übelkeit. Die Realität sieht meist anders aus, aber das ist natürlich von Person zu Person ganz unterschiedlich. Mir war zum Beispiel dauerübel. Dazu kommt gerne eine bleierne Müdigkeit, bei der man im Stehen einschlafen könnte, oder generell ein Gefühl von Schwäche und Schwindel. Wenn du unter deinen Symptomen leidest, sprich das bei deinem Arzttermin auf jeden Fall an. Die Ärztin kann dir Sachen verschreiben oder Tipps geben, die wirklich helfen. Du musst nicht still leiden!

4. Was kannst du in der Zwischenzeit tun?

Die Zeit bis zum ersten Termin kann sich extrem ziehen und irgendwie fühlt es sich an, als würde man unbedingt was machen wollen, aber es gibt noch nichts zu tun. Du willst vielleicht schon Klamotten shoppen, aber alle sagen dir, dafür ist noch genug Zeit. Da haben sie wahrscheinlich recht, aber weißt du was? Lass dir die Freude und Aufregung nicht nehmen!

Wenn du Lust hast, jetzt schon deinen ersten Babybody zu kaufen, dann tu es. Wenn es dich glücklich macht, warum nicht? Es hilft auch, das Ganze realer zu machen. Mir hat zum Beispiel auch ein Schwangerschaftstagebuch geholfen, um die Gedanken zu sortieren und alles Wichtige zu dokumentieren. Oder konsumiere Content: Lies Blogs, schau Videos – saug alles auf, wenn es dir gut tut.

Vergiss auf keinen Fall, Fotos und Videos von deinem Körper zu machen, um später Vergleiche zu sehen, wie er sich verändert hat. Das geht rasend schnell und so hältst du diese Erinnerung ewig fest.

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Du weißt noch gar nicht, wo du anfangen sollst bei der riesigen Auswahl? Hier kommst du zu meiner ganz persönlichen Liste mit allen absoluten Must-Haves!

5. Der große Termin

Der Tag, auf den du ewig gewartet hast, ist endlich da. Der erste Ultraschall wird meistens transvaginal (über die Scheide) durchgeführt. Wenn man Glück hat, sieht und hört man schon den Herzschlag. Das Gefühl ist unbeschreiblich – plötzlich wird aus dem Strich ein kleines Wesen.

Danach bekommst du ihn: Deinen Mutter-Kind-Pass. Dein neuer Freund und Begleiter für die nächsten Jahre. Wenn du durchblätterst, siehst du alle anstehenden Untersuchungen, aber keine Sorge: Deine Frauenärztin führt dich da Schritt für Schritt durch.

Wichtig: Such dir am besten jetzt schon eine Hebamme! In Österreich findest du [hier] die offizielle Hebammen-Liste. Es gibt sowohl Vertragshebammen als auch private. Sie wird dich auf dem gesamten Weg begleiten.

Keine Sorge, du bist nie alleine!

Ein gelber österreichischer Eltern-Kind-Pass, auf dem ein schwarz-weißes Ultraschallbild vom ersten Frauenarzt-Termin liegt.
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